Hier finden Sie täglich eine kleine Anzahl beachtenswerter Artikel, in der Hoffnung, dass unsere Textempfehlungen etwas zur Steigerung der Empfindungsfähigkeit der Menschen untereinander beitragen.
Pauschalabgabe Internet
Eintrag von Robert John, 25. April 2006
Eine französische Studie zeigt, dass es innerhalb der bestehenden gesetzlichen Regelungen möglich ist, für das Internet von den Nutzern eine Pauschale zu erheben, um damit die Autoren und Rechteinhaber zu vergüten. Der legale Download von Musik, Filmen oder Texten für den Privatgebrauch ließe dann automatisch Geld in die Taschen der Anbieter fließen. Für die Nutzer hätte dieses Modell der Pauschalabgabe den Vorteil, dass etwa Tauschbörsen nicht mehr kriminalisiert werden würden.
Zum morgigen Internationalen Tag des Geistigen Eigentums wenden sich deshalb die Initiative privatkopie.net, das Forum Informatikerinnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung, das Netzwerk Neue Medien und der Chaos Computer Club mit einem offenen Brief an die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.
Darin heißt es, "wir freuen uns, Ihnen heute dieses Rechtsgutachten des Lehrstuhls von Prof. André Lucas in englischer Übersetzung vorlegen zu können. Zusammen mit weiteren Studien ergibt sich ein klares Bild: Die Frage ist nicht länger, ob eine Pauschalvergütungslösung für das Internet juristisch, technisch, ökonomisch machbar ist. Die Frage lautet nun, was wir wollen."
André Lucas: Peer-to-peer File Sharing and Literary and Artistic Property. A Feasibility Study regarding a system of compensation for the exchange of works via the Internet
Institute for Research on Private Law, University of Nantes, Juni 2005
Privatkopie.net (PDF-Datei, engl., 427 KB), März 2006
Offener Brief: Content Flatrate ist machbar!
Privatkopie.net (PDF-Datei, 92 KB), 26. April 2006
Stefan Krempl: Studie. P2P-Flatrate ist juristisch und ökonomisch machbar
Heise Online, 25. April 2006